Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ von BORDA und besteht aus allen Mitgliedern. Sie trifft wichtige Entscheidungen, wie die Wahl des Vorstands und Kassenprüfers, die Festlegung der Mitgliedsbeiträge, die Genehmigung des Haushalts und die Entlastung des Vorstands. Mindestens einmal jährlich wird eine ordentliche Versammlung einberufen, bei Bedarf auch außerordentlich. Einladungen erfolgen schriftlich oder per E-Mail. Beschlüsse werden meist mit einfacher Mehrheit gefasst und protokolliert. Versammlungen können auch virtuell stattfinden, und Mitglieder können sich vertreten lassen.
Der Vorstand besteht aus vier bis neun Mitgliedern, darunter der erste und stellvertretende Vorsitzende, der Schatzmeister und der Schriftführer. Zusätzlich können bis zu fünf Beisitzer gewählt werden. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt und bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich, wobei bestimmte Beratungsleistungen vergütet werden können. Die Aufgabe des Vorstandes von BORDA ist es, die Geschäfte zu führen. Dabei berufen sich die Vorstandsmitglieder auf die Grundlage der Satzung und die Beschlüsse der allgemeinen Mitgliederversammlung. Der Vorstand tritt regelmäßig quartalsweise zusammen, um Vorstandssitzungen abzuhalten. Dabei ist das geschäftsführende Vorstandsmitglied für die Geschäfte der Organisation verantwortlich. Bei Verhinderung des ersten Vorsitzenden übernimmt der stellvertretende Vorsitzende. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung und setzt sich aus Mitgliedern verschiedener Bereiche wie Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um eine breite Expertise zu gewährleisten.
Seit 2012 steht Dr. Michael Stiller an der Spitze der Abteilung Naturkunde des Übersee-Museums Bremen. Zuvor war er mehr als zehn Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum tätig und prägte dort zahlreiche Projekte.
Seine naturwissenschaftliche Laufbahn begann 1982 an der Philipps-Universität Marburg, wo er Biologie studierte und 1989 seine Diplomarbeit an der Biologischen Anstalt Helgoland abschloss. Im Anschluss promovierte er an der Universität Bremen über Polychaeten, eine Gruppe mariner Ringelwürmer.
Von 1990 bis 1994 arbeitete Dr. Stiller am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Seit 1996 war er auch zeitweilig als selbstständiger Biologe im Bereich mariner Faunistik tätig. Seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen umfassen sowohl faunistische Fragestellungen als auch museale Themen.
Seine langjährige Expertise und die enge Verbindung zwischen dem Überseemuseum und BORDA, prägen auch seine Arbeit als erster Vorstandsvorsitzender.
In der Vergangenheit übernahmen Hans Budde (1977-1995), Arend Vollers (1995-2001) und Joachim Klaembt (2002-2025) das Amt des Vorstandsvorsitzenden, seit 2025 übernimmt Dr. Michael Stiller diese Aufgabe.
Die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Arend Vollers und Hans Budde gewähren einen Einblick in ihre persönliche Geschichte mit und bei BORDA.
Bisherige Geschäftsführerinnen und -führer von BORDA waren Ulrich Reeps (1978-1996), Dr. Ekkehard Naumann (1996-1998), Peter Diemer (1998-2001), Stefan Reuter (2002-2004 sowie 2014-2019) und Andreas Ulrich (2005-2013). Seit 2019 hat Judith Ringlstetter diese Verantwortung
Nach meinem Abitur in Großbritannien habe ich in Deutschland eine Ausbildung zur Bankkauffrau abgeschlossen und nach einigen Praxisjahren in der Wirtschaft im In- und Ausland, anschließend Rechtswissenschaften in Hamburg und Boston studiert. Nach weiteren Tätigkeiten u.a. bei Großkonzernen trat ich im Januar 2018 in die Fachorganisation BORDA ein.
Im August 2019 habe ich die kaufmännische Geschäftsführung übernommen und seit August 2020 gehöre ich als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied dem Vorstand an. Von Bremen aus trage ich die Gesamtverantwortung für BORDA, von der strategischen Entwicklung über die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Gebern, bis hin zu Finanzen, Personal und Governance.
Mein wirtschaftlicher und juristischer Hintergrund prägt meine Arbeit bis heute.
Mein Anliegen ist, dass dezentrale Lösungen für Wasser und der Zugang zur sanitären Grundversorgung dort nachhaltig wirken, wo sie am dringendsten gebraucht werden, getragen von starken lokalen Partnerschaften.